Dienstag, 27. August 2013

Ich habe den Geist von #L3T hautnah gespürt

Ja, heute war es so weit. Ich habe die Strapazen der 15km weiten Reise auf mich genommen und bin nach Darmstadt zum L3T-Camp, der mitten auf dem Gelände der Technischen Universität liegt, gefahren.
In der absoluten Ahnungslosigkeit, dass noch Semesterferien herrschen, parkte ich auf einem öffentlichen aber nicht ganz billigen Parkplatz. Nach wenigen Schritten stand ich da - vor den heiligen Hallen des httc. Der httc e.V. ist ein gemeinnütziger bei Amtsgericht Darmstadt eingetragener Verein und ist ein An-Institut der Technischen Universität Darmstadt. Der Vereinszweck liegt in der Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bil­dung und Erziehung auf dem Gebiet Multimedia-Technologie. Vor dem Gebäude merkte ich, dass ich problemlos einen kostenlosen Besucherparkplatz hätte haben können.

Das Gelände der TU Darmstadt kenne ich noch von früher - lange ist es her.
Damals standen hier alte Gebäude, die wenig Zeitgeist und Fortschritt ausgestrahlt haben.













Man, hat sich hier viel verändert. Modern und frisch, ganz ohne den Mief der 70er, ist es hier geworden.









Nach einigen Schwierigkeiten, das richtige Treppenhaus zu finden, stand ich unmissverständlich vor dem Banner des #l3t2null.















Meinen Besuch habe ich angekündigt und so stand dem Leiter des Camps, Herrn Dr. Christoph Rensing leibhaft gegenüber. Nach kurzer Begrüßung machte sich Herr Rensing auf den Weg einen leckeren Kaffee zu besorgen. Ich nutzte die Zeit und schaute mich um.
Echt super, wie gut das Camp ausgestattet war. Sogar ein Namensschild für mich war da! Damit habe ich gar nicht gerechnet. Ich begleite doch das Projekt eher seelisch-idealistisch und trage nicht wirklich zur Entstehung etwas bei. Aber es hat mich stolz gemacht, einfach dazuzugehören.
Die übrigen Werbemittel waren echt seiner Zeit voraus. Eigentlich dürfen sie erst morgen gezeigt werden. Ich bin aber so fest überzeugt, dass #L3T morgen fertig ist, dass ich es wage, sie heute schon zu zeigen.
Wir kamen schnell ins Gespräch und mussten ein wenig aufpassen, um nicht abzuschweifen. Es hat sich prompt ergeben, dass uns nicht nur das Interesse und Engagement für L3T verbindet. In der Region sind httc und ihm nah stehende Projekte recht stark daran interessiert, E-Learning auch in der Wirtschaft, besonders bei den KMU bekannter zu machen. Das Thema nehmen wir sicher noch auf, doch zuerst ging es ausschließlich um das L3T.
Sofort ist mit aufgefallen, dass es an der Wand eine permanente Liveübertragung in die Camps nach Köln und Graz gab. Die Mitwirkenden waren so beschäftigt, dass sie uns gar nicht entdeckt haben. Der Rücken von Martin Ebner hat aber ein schönes Bild gegeben ;-).
Zu meiner Überraschung kam noch ein Gast dazu. Klaus Seitz, der den #elcblog betreut schaute vorbei.  Und auch jetzt entwickelte sich ein spannendes Gespräch, das thematisch weit über das Eigentliche ging.
Aber zurück zum Hauptthema. Mich hat interessiert, wie Herr Rensing bzw. httc überhaupt dazu kamen, bei L3T mitzumachen. Wie es häufig so ist, es war Zufall. Dank einem persönlichen Kontakt mit Sandra Schön entwickelte sich die Idee eines Camps in der Rhein-Main-Region bis zu den sieben harten Tagen als Autor, Camp-Leiter und Springer für alle dringenden Aufgaben. Das Camp in Darmstadt war leider nicht sehr belebt. Meistens haben Herr Rensing und Herr Hansen das Camp alleine "geschmissen". Zwei weitere Mitwerker sind leider krankheitsbedingt ausgefallen. Im Notfall konnte noch eine studentische Hilfskraft für das Projekt gewonnen werden.
Wenn man Herrn Rensing bei der Arbeit so sieht, merkt man eins: ES MACHT FREUDE! Und das ist das Wichtigste. Die Chancen, dass morgen Mittag das Buch fertig ist, stehen sehr gut. Was will man mehr. Wer kann schon behaupten, in sieben Tagen, in Zusammenarbeit mit Menschen, die teilweise Hunderte von Kilometer entfernt sind, ein Lehrbuch erschafft zu haben. Ein Phänomen, das Herrn Rensing als Wissenschaftler sicher noch eine ganze Weile beschäftigen wird.
Danke, dass ich diese wundervolle Atmosphäre eines neuen Lern-Zeit-Geistes hautnah spüren durfte.