Montag, 31. März 2014

Das Wetter ist schuld,...

…dass ich mit meiner Hausaufgabe zum #iMooX nicht rechtzeitig fertig geworden bin. Das ganze Wochenende verbrachte ich nämlich im Garten und habe dabei eine Menge geschafft - völlig real, nicht virtuell ;-).
Heute begann die vierte Woche beim österreichischen #MOOC, in der es um das Thema Urheberrecht geht. Doch bevor ich mich dem rechtlichen Stoff widme, hole ich die Hausaufgabe nach.
Sie betraf die Lernmedien und ihre Beurteilung.
Wie schon im letzten Beitrag erwähnt, haben wir mit mehreren Teilnehmer ein das Lernthema ergänzendes Dokument erstellt, das gerne noch weiter wachsen kann. Inzwischen sind es schon 5 Seiten geworden und eine offene Frage:
"Beziehen sich neue Lernmedien auschließlich auf digitales Lernen? Sind hier nicht auch neue Formen von Meetings und Konferenzen wie BarCamps, Worldcafé oder Open Space einzuordnen?"
hat schon die ersten Antworten gefunden.
Auf der Plattform des #iMoox, im Diskussionsforum, sind auch einige sehr interessante Ausarbeitungen  zum Thema "Lernmedien" zu finden.
Christian F. Freisleben-Teutscher hat sich in seinem Blog ausführlich mit dem Thema Lernmedien beschäftigt und die geforderte Beurteilung sehr zutreffend mit: "Kommt drauf an!" zusammengefasst. Diese Aussage deckt sich 100%-ig mit meiner Meinung, die ich wie folgt dokumentiert habe:


                Welche Lernmedien eignen sich Ihrer Meinung nach für welche Endgeräte?
Ohne die einzelnen Lernmedien aufzählen zu wollen (die Liste kann nur unvollständig sein), versuche ich eher allgemein zu antworten.
1. Lernmedien, die ausschließlich mit akustischen Signalen, z.B. Podcast eignen sich für nahezu alle Endgeräte. Ein Lautsprecher und/oder ein Kopfhörer-Anschluss gehört zum Standard aller Elektronik-Medien.
2. Lernmedien, die optische Signale (Film, Text, Bilder) unbedingt brauchen, sind für Endgeräte, die über ein Display oder Bildschirm verfügen, geeignet. Die Qualität und Komfort beim Empfang dieser Lernmedien sind von der Größe und der Auflösung des Bildschirms abhängig. Zum Beispiel: Ein PDF-Dokument auf einem Smartphone zu lesen ist prinzipiell möglich, jedoch nicht empfehlenswert.
3. Lernmedien, die somatische Aktivitäten (Interaktionen) voraussetzen, müssen über Tastatur oder Touchscreen steuerbar sein.

Konkrete Medien diesen Anforderungen zuzuordnen stößt an die Grenzen, weil diese Medien nicht einheitlich definiert sind. Ein E-Book kann zum Beispiel einfach nur ein Dokument sein (optische Signale) oder aber auch Audio-Beiträge (zum Beispiel Musik) beinhalten. Anspruchsvolle E-Books erlauben sogar Interaktivität, z.B. Quizfragen.

Nicht zu vernachlässigen ist die Unterscheidung wo, wie lange und warum ich gerade etwas lernen will. Deshalb werden moderne Lernmedien so konzipiert und erstellt, dass sie möglichst ohne Qualitätsverluste auf diversen Endgeräten lauffähig sind, z.B. Desktop, Tablett und Smartphone.

                Welchen Lerntheorien entsprechen den beiden Lernmedien eBook und Podcast am ehesten?
Welche Eigenschaften muss ein eBook oder ein Podcast haben, um unterschiedlichen Lerntheorien zu entsprechen?
Für mich ist die Antwort auf die erste Frage nicht eindeutig zu beantworten. E-Book und Podcast ohne nähere Charakterisierung zu nennen, können sehr unterschiedlich aufgefasst werden. Eine Sammlung rechtlicher Vorschriften, die ein eingehender Jurist lernen muss und dafür die E-Book-Version der Gesetzestexte nimmt, lernt eher behavioristisch. Beschäftigt er sich danach mit Praxisfällen, die in einem E-Book nicht nur beschrieben, sondern auch mit diversen Lösungsansätzen bestückt sind, dann haben wir mit Kognitivismus zu tun. Konstruktivistisch wird es werden, wenn das E-Book Interpretationsaufgaben stellt, für die der Student eigene Recherchen machen muss.
Ähnlich komplex verhält es sich mit einem Podcast. Ein einfacher Audiopodcast fängt mit Behaviorismus an. Wenn es ein Videocast ist, dann kommt es auf den Inhalt an. Ein reiner Frontal-Vortrag dockt wahrscheinlich nur behavioristisch an. Eine Video-Einleitung zu einem eigenen Experiment ordne ich dem Konstruktivismus zu.
Außerdem können Videocast als Impulsgeber im Rahmen eines cMooc als Mittel des Konnektivismus eingesetzt werden.


Demnächst werden wir uns mit interessierten Teilnehmern des MOOCs auch virtuell treffen. Darauf freue ich mich sehr und bin gespannt auf die Themen, die wir diskutieren werden.