Montag, 13. Oktober 2014

Der Buchclub des 21. Jahrhunderts?

Auf der diesjährigen #Frankfurter Buchmesse stolperte ich fast zufällig über die Präsentation von #sobooks und erlebte Sascha Lobo, der Amazon und Bertelsmann gleichzeitig herausfordern will, live und in Farbe.
Sascha Lobo bei der Präsentation von sobooks
 auf der Frankfurter Buchmesse 2014.
Die Plattform sobooks, die für "social books" steht, soll den Markt für E-Books revolutionären und der "Bertelsmann Buchclub des 21. Jahrhunderts" werden, wie der Spiegel in seinem Artikel schreibt (leider nur kostenpflichtig zu lesen unter: https://magazin.spiegel.de/digital/?utm_source=spon&utm_campaign=inhaltsverzeichnis#SP/2014/41/129568353 oder am Kiosk in der Print-Ausgabe).
Welche Möglichkeiten sobooks bietet und wie alles funktionieren soll, das mag ich hier im Detail nicht beschreiben, weil ich selbst noch nicht ganz durchgeblickt habe. Wer Interesse hat, kann die Plattform selbst testen (https://sobooks.de) und vielleicht in Kommentaren zu dem Beitrag berichten.
Sascha Labo hat in seinen Ausführungen unter anderem von "freien Bücher" gesprochen. An dieser Stelle habe ich nachgehackt, was es tatsächlich bedeutet. Ich hoffte, dass damit vielleicht #OER Materialien oder zumindest #CreativeCommons lizenzierte Bücher gemeint sind. Leider meinte er damit nur kostenlose Bücher, die aufgrund des abgelaufenen Urheberrechts (70 Jahre nach dem Tod des Urhebers, ohne Vererbung der Rechte) gemeinfrei sind. Nur das ist nichts Neues, denn solche Bücher bieten bereits zahlreiche Portale an.
Noch ist sobooks keine Self-Publishing-Plattform. Doch entsprechende Pläne gibt es schon. Unter welchen Lizenzen dann die Autoren ihre Bücher stellen werden, das konnte mir Sascha Labo nicht eindeutig beantworten. Er sprach von vielen Möglichkeiten, auch CC-Lizenzen, ja sogar von eigenen Lizenzmodellen. Doch im gleichen Atemzug gab er zu, dass man sich hierzu noch in rechtlicher Klärung befände.
Irgendwie hatte ich die naive Vorstellung, dass sobooks mit CC-Lizenzen und OER eine schöne Symbiose eingehen könnte. So bleibt es aber spannend wie sich diese neue soziale Leseplattform entwickelt.