Mittwoch, 13. April 2016

Tolle Fotos nicht nur für #OER

Foto: CC-0 Public Domain via Unsplash
Wer Materialien erstellt oder publiziert, der braucht ständig gute Fotos. Ob für eigene Webseite und Angebote, #Weiterbildung, #Elearning, Trainingsunterlagen oder Blogbeiträge – wir sind ständig auf der Suche nach ausdrucksstarken Fotos, die am besten kostenlos sein sollten. Eigentlich ist es nicht schwierig, sie im Internet zu finden - wenn die Unsicherheit bezüglich des Urheberrechts nicht wäre. Einen Ausweg bieten frei lizenzierte Bilder unter #creativecommons. 

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl von Quellen für frei lizenzierte Bilder. Da die Lizenzen unterschiedliche Möglichkeiten zur Weiterverwendung bieten, ist unbedingt bei jedem gewählten Bild zu schauen, ob Verwendungszweck und Lizenz zusammenpassen. Hinweise zur richtigen Anwendung von freien Lizenzen finden Sie unter anderem in dem Beitrag „Teilen aber richtig!“.
Die Reihenfolge der vorgestellten Anbieter ist alphabetisch und sie stellt keine Bewertung dar.




Flickr
Die Inhalte sind sehr vielfältig und qualitativ sehr unterschiedlich, von laienhaft bis professionell. Eine gefilterte Suche nach Lizenztypen ist möglich. Es werden verschiedene Auflösungen eines Fotos zum Download angeboten. Die Lizenzhinweise sind deutlich angebracht, so dass es leicht ist, sich zu orientieren und die Kennzeichnung korrekt zu übernehmen.
Flickr / Yahoo. Flickr.com ist eine zu Yahoo gehörige Fotoplattform, die es Nutzern und Nutzerinnen erlaubt, ihre Fotos mit Anderen zu teilen.


Freeimages
Die auf Freeimages.red veröffentlichten Bilder stehen unter der Public Domain CC0 Lizenz und dürfen für private wie auch für kommerzielle Zwecke verwendet werden – und das ohne Namensnennungen. Trotzdem besteht das Risiko, dass die tatsächlichen Bilderrechte nicht dem gehören, der das Bild hochgeladen hat. Die Qualität der Bilder schwankt stark. Man darf sich aber nicht durch die schwache, verpixelte Vorschauqualität verunsichern lassen. Erst in der Einzelansicht kommt die tatsächliche Qualität der Bilder zum Vorschein. 
Die Website gehört Tobias R. aus der Schweiz (keine weiteren Informationen sichtbar).


Google Bildersuche
In der erweiterten Suche ist unter anderem das Filtern nach Lizenztypen möglich. Die Qualität der Resultate ist sehr unterschiedlich und reicht von laienhaft bis professionell. Bisweilen erkennen Googles Suchroboter nicht korrekt, welche Lizenz für welchen Inhalt gilt. Man sollte vor der Weiterverwendung also unbedingt direkt bei der Fundstelle die Lizenz prüfen.
Google. Google ist vor allem als universelle Suchmaschine bekannt. Aber auch eine Suche ausschließlich nach Bildern ist möglich. Hier ist besonders die erweiterte Suchfunktion empfehlenswert, die umfangreiche Filtermöglichkeiten bietet.


Openphoto
Es gibt eine relativ große Bandbreite von Inhalten, die Qualität der Bilder ist unterschiedlich. Eine Suche ist nach Themengebieten oder Schlagworten möglich. Die Lizenzangaben sind gut zu finden, ein Link als Quellennachweis wird immer angeboten.
Openphoto ist eine privat betriebene Plattform, auf der Nutzerinnen und Nutzer ihre Fotos unter unterschiedlichen Creative Commons Lizenzen zur Verfügung stellen.


Pexels
Pexels ist eine weitere Bilderdatenbank, die komplett unter Creative Commons – CC0 lizenziert ist. Aktuell (Stand März 2016) stehen auf der Plattform ca. 6.000 hochauflösende Fotos in hoher Qualität zur Verfügung.
Die Betreiber stellen sicher, dass alle hochgeladenen Fotos richtig lizenziert sind und prüfen auch ihre Qualität. Trotzdem ist Vorsicht geboten, weil manche Fotos zum Beispiel Markenlogos oder Markenprodukte abbilden und damit gegen das Markenrecht verstoßen. Eine Suchfunktion und grobe Kategorisierung erleichtern das Finden.         
Überraschenderweise (wirkt recht amerikanisch und ist nur in Englisch verfügbar) wird das Portal von der deutschen Firma Pexels GmbH aus Kassel betrieben (Angabe im Impressum).


Piqs
Alle Bilder stammen von einer Foto-Community, die ihre Werke bei Piqs zur Verfügung stellt. Die Bilder dürfen auch für kommerzielle Zwecke frei verwendet werden und stehen unter Creative Commons – CC-BY-2.0. Es wird ausdrücklich gefordert, dass man jedes Bild mit Autor und Link kennzeichnet. Es reicht, diese Angaben im Impressum zu machen. Die Regeln sind übersichtlich in einer Anleitung beschrieben und mit Beispielen versehen.
Benötigte Fotos können nach Kategorien oder über erweiterte Suchfunktionen gefunden werden. Für den Download ist eine Registrierung notwendig.
Die Qualität der Fotos ist professionell und die Auswahl riesig. Zu jedem Foto gibt es eine übersichtliche Darstellung der Informationen wie Autor, Titel, Tags, Kategorie, Dateigröße etc., sowie den Link und die Lizenzangabe.
Verantwortlich für die Inhalte des Netzwerk-Portals ist Christian Solmecke aus Köln.


Pixabay
Dort werden Fotos veröffentlicht und zum Download bereitgestellt, die häufig sehr professionell wirken. Alle Bilder stehen unter Creative Commons - CC0, damit sind sie gemeinfrei und die Ersteller haben auf jeglichen Urheberrechtsschutz verzichtet. Dennoch kann es Einschränkungen bei der Nutzung geben. Daher empfiehlt sich ein Blick auf die Nutzungsbedingungen von Pixabay.
Bei den Suchergebnissen wird stets zunächst eine Reihe von Fotos des kommerziellen Anbieters Shutterstock, die besonders gekennzeichnet ist, angezeigt.
Die Seite ist übersichtlich, die Nutzerführung auf Deutsch.
Pixabay – Braxmeier & Steinberger GbR. Pixabay ist eine Plattform aus Ulm.


Stocksnap
Alle Fotos sind von hoher Qualität und stammen überwiegend von Fotografen. Auf typische Schnappschüsse verzichtet die Plattform bewusst. Die Fotos werden redaktionell geprüft und in hoher Auflösung bereitgestellt. Sie stehen ausnahmslos unter Creative Commons – CC0 und dürfen auch für kommerzielle Zwecke ohne Einschränkungen verwendet werden. Der integrierte Grafik-Editor erlaubt eine schnelle Erstellung von Grafiken aus Fotos in beliebigem Format. Außerdem stehen vorgefertigte Formatdateien für alle gängigen Social-Media-Kanäle zur Verfügung.     
Stocksnap ist ein Projekt des Startup-Unternehmens Snappa aus Kanada.


Unsplash
Unsplash unterscheidet sich deutlich in der Aufmachung und Funktion von üblichen Bilderdatenbanken. Hier gibt es keine Kategorien, keine Keywords und keine Suchfunktion.
Alle 10 Tage werden 10 neue, hochauflösende Fotos kostenlos bereitgestellt. Daher braucht man ein wenig Glück das passende Foto schnell zu finden. Es lohnt sich jedoch regelmäßig vorbei zu schauen und gute Fotos auf Vorrat zu speichern. Die Fotos haben durchweg künstlerische Anmutung und heben sich deutlich von der Masse der allgemeinen Stockfotos ab. Sie stehen alle unter Creative Commons – CC0 und ihre Verwendung unterliegt keinen Einschränkungen.         
Unsplash ist ein Projekt des kanadischen Netzwerks freier Designer und Entwickler, mit dem Namen Crew.


Wikimedia Commons
Eine Sammlung von Fotos und Grafiken sowie Videos und Audios die unter freien Lizenzen stehen. Die Medien stammen meist von Freiwilligen, die ihre eigenen Werke zur Verfügung stellen. Es gibt eine sehr große Bandbreite von Themen.
Die Qualität der Bilder ist überwiegend gut. Die Lizenzen sind deutlich dargestellt und auch für unerfahrenere Nutzerinnen und Nutzer ist die Kennzeichnung dank Vorschlägen für die korrekte Lizenzangabe recht einfach.
Wikimedia Foundation Inc. Wikimedia ist eine gemeinnützige Organisation, die die Arbeit an Wikipedia und anderen Projekten unterstützt und koordiniert.

Mithilfe der hier vorgestellten Anbieterseiten, sind passende Bilder schnell gefunden. Doch wohin mit den guten Fundstücken, um sie für weitere Verwendung schnell zur Hand haben? Eine einfach funktionierende Ablage für Bilder leistet dabei gute Dienste.
Jedes Bild hat seinen eigenen Steckbrief. Foto: Screenshot Lingo (13.4.16)
Hier ein Tipp: Lingo (https://www.lingoapp.com/ ). Lingo ist eine für den Eigenbedarf (für Teams gegen Gebühr) kostenfreie App, mit der Fotos, Grafiken oder Icons einfach zu sortieren und abzulegen sind. Die Inhalte werden direkt in Bildform angezeigt, was das Finden eines Bildes enorm erleichtert. Um der Sammlung eine Struktur zu geben, können sogenannte Kits mit Untergruppen angelegt werden. So können zum Beispiel für Projekte einzelne Kits kreiert werden.
Die Bestandteile wie Icons oder Grafiken können in passende Untergruppen sortiert werden. Jedes Bild lässt sich mit Beschreibung und Schlagworten zum einfachen Wiederfinden per Suchfunktion versehen. Das Hinzufügen von Inhalten geht ganz einfach per Drag-and-Drop vonstatten. Um ein Bild wieder zu verwenden, braucht es lediglich per Maus auf die Anwendung gezogen zu werden. Dabei wandelt Lingo alle Bilder automatisch in verschiedene Formate um, damit sie ohne weitere Bearbeitungsschritte für verschiedene Anwendungen geeignet sind. Noch gibt es die App nur in Englisch, doch die Bedienung ist einfach und erfolgt weitgehend intuitiv.

Viel Erfolg beim Finden und Verwenden freier Bilder und Grafiken!