Dienstag, 26. April 2016

Wer sich versteckt, hat schon verloren

Foto: CC-0, Public Domain via pixabay.com
#Webinare, Online Meetings, Web-Tutorials und andere Veranstaltungen in virtuellen Räumen, ohne ein Live-Bild des Referenten durchzuführen, ist ein No-Go! Warum? Das habe ich im Beitrag "Ich sehe, was Du nicht siehst" versucht zu erläutern.

Leider erlebe ich immer noch häufig, dass sich Redner in virtuellen Räumen überhaupt nicht live zeigen und keine Webcam nutzen. Letzte Woche hat ein Trainingsteilnehmer offen zugegeben, er wäre nicht auf die Idee gekommen, die Webcam einzuschalten :-(. Schade, dass sich die Tatsache, wie wichtig Nonverbales (Mimik, Gestik etc.) für unsere Kommunikation ist, in digitalen Umgebungen noch nicht herumgesprochen hat.

Anfang der Woche lachte mein Herz, als ich den Blogbeitrag "Schluss mit dem Versteckspiel" von  Andrea Joost las. Ihre Ausführungen beziehen sich zwar auf das Reden auf einer "echten" Bühne, doch die Erkenntnisse lassen sich weitgehend auf virtuelle Räume übertragen.

Sie spricht von "gängigen Verstecken" auf der Bühne. Auf virtuellen Bühnen bleiben viele Redner lieber gleich hinter den Kulissen und sprechen aus dem Off. Klar, wenn ich vor der Webcam sitze, dann kann ich nicht in die Augen meines Publikum schauen. Aber das Publikum kann meine Augen sehen! Und das zum Greifen nah. Damit ist zumindest die Hälfte des "Wirkungspunkte" gesichert.
Andrea Joost fragt ihre Leser: "Ihnen fällt es im Augenblick noch schwer, die Blicke auszuhalten? Das ist total normal!"
Ich frage Sie: Fällt es Ihnen schwer, den Blick in die Kamera aufrecht zu halten? Auch das ist total normal! Wir sind es nicht gewohnt, andauernd in die Kameralinse zu schauen. Deshalb mein Tipp: Kleben Sie hinter die Webcam ein Foto der Person, die Sie richtig lieb haben und Sie werden nicht nur gerne auf die Webcam schauen, sondern auch noch ein nettes Lächeln auf Ihr Gesicht zaubern.